Infrastruktur einst und jetzt

 
Schwedenreiter, wie sie früher zum Heutrocknen Verwendung fanden


Obersdorf
war immer eine bäuerliche Gegend, doch fanden viele Bewohner aufgrund der erwähnten Gegebenheiten als Fuhrwerker, Säumer, Schmiede, Schneider,Weber, Wagner und Wirtsleute ihren Broterwerb.
Heute noch erinnern viele Vulgonamen an diese gewerblichen Berufe. So kann man annehmen, dass Obersdorf eine blühende Wirtschaft hatte.

Es waren damals außer den Fuhrleuten andere Wanderer und Wallfahrer unterwegs.

In den Urkunden aus den Jahren 1747 bis 1788 sind 13 Obersdorfer "Herberings- behausungen" eingetragen. 

1787 gab es in Obersdorf nachweislich 65 Häuser.

In Obersdorf gab es früher viel mehr landwirtschaftliche Betriebe als heute, die allerdings viel kleiner strukturiert waren. Die Bauern produzierten fast alles selbst, was sie für sich und ihre Wirtschaft brauchten. Da der Ertrag der Landwirtschaft gering war, verdingten sich viele im Winter als Fuhrleute für den "Arar".
Die häufigste Hofform ist der sog. Haufenhof. Die kleineren Bauern hatten Haus und Stall zusammengebaut.

In den Jahren 1796 - 1853 wurde in der Hinterbergteltsche Eisenerz abgebaut.

Im Juli 1873 wurde die Reichsstraße unterhalb des Kumitzberges dem Verkehr übergeben, die alte Reichsstraße über Obersdorf wurde aufgelassen und der Gemeinde zur Erhaltung übergeben.

Um die Jahrhundertwende kamen die ersten "Sommerfrischler" in unsere Gegend. In den folgenden Jahrzehnten gewann der Fremdenverkehr als Erwerbszweig immer mehr an Bedeutung. Eine große Rolle spielte die Erschließung der Tauplitzalm für den Wintertourismus. Neben dem alpinen Schilauf hat der Langlauf Einzug gehalten und Obersdorf liegt an einem der schönsten und weitläufigsten Loipennetze Europas.

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