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 MUSIKKAPELLE KUMITZ

Die Pfarre Maria Kumitz umfasst die Ortschaften der Nachbargemeinde Pichl Kainisch und die Ortschaft Obersdorf, die gemeindemäßig zu Bad Mitterndorf zählt. 

Die Mitglieder dieser Musikkapelle stammen aus den erwähnten Ortschaften.
Im Jahr 1863 beginnt die Geschichte dieses ebenfalls sehr traditionsreichen Klangkörpers. In diesem Jahr gründeten nämlich etwa 18 bis 20 musikbegeisterte Männer und Burschen, meistens Bauern, Gewerbetreibende und Holzknechte, die Blaskapelle Maria Kumitz.

Ihr erster Kapellmeister war der Bauer Andreas Tasch vulgo Matl aus Knoppen, der 19 Jahre lang in dieser Eigenschaft tätig war. 
Im Jahr 1882 übernahm der Bauer Adalbert Steiner vulgo Donnel, ebenfalls aus Knoppen, die Führung der Kapelle., Kapellmeister Steiner arbeitete mit dem damaligen Oberlehrer an der Volksschule Knoppen, Josef Sperat, auf musikalischem Gebiet recht fruchtbringend zusammen.
Josef Sperat widmete der Musikkapelle das bekannte "Kumitzer Grablied", gesetzt für Tenor- und Bassstimme und Instrumentalbegleitung für zwei Klarinetten, zwei Trompeten und Tuba. Mit der Widmung war die Vereinbarung verknüpft, dass dieses Grablied von der Musikkapelle Kumitz an keine anderen Kapellen veräußert oder verliehen werden darf.

Adalbert Steiner verunglückte im Jahr 1912 bei der Holzarbeit tödlich. Sein Nachfolger wurde der junge Bauer Leopold Seebacher vulgo Prem in Obersdorf.
In seine Zeit fiel der Erste Weltkrieg und wie in allen anderen Orten unserer Heimat mussten auch von diesem Klangkörper zahlreiche aktive Musiker einrücken, viele von ihnen kehrten nicht mehr zurück. Während des Krieges führte Leopolds Vater, Alois Seebacher, provisorisch die Geschicke der Kapelle.

Nach Kriegsende begann Seebacher mit seinem Bruder Alois und den noch verbliebenen Musikern und einer stattlichen Anzahl von Lehrlingen, die von den Seebachers ausgebildet wurden, den mühevollen Wiederaufbau. Leopold Seebacher, der Poldl, wie ihn seine Musikkameraden nannten, war nicht nur ein beliebter und umsichtiger Kapellmeister, sondern auch ein sehr erfolgreicher Komponist.
Während seiner Dienstzeit als Soldat an der italienischen Front komponierte er neben anderen Werken die Märsche "Terlaner", "Sängergruß", "Im Mai" und "In der Heimat". Auch das Potpourri "Aussee is a lustigs Tal" stammt aus seiner tondichtenden Feder.
Weiters schrieb Leopold Seebacher Festmessen für den Kirchenchor, die auch in den Nachbarpfarren häufig zur Aufführung gelangten. 
Im Jahr 1937 feierte Leopold Seebacher das 25jährige Kapellmeisterjubiläum, wobei dem Musiker, zahlreiche Ehren zuteil wurden. 

Auch der Zweite Weltkrieg forderte aus den Reihen der aktiven Mitglieder der Musikkapelle wieder einen hohen Blutzoll. Wiederum waren es die Gebrüder Seebacher und andere verbliebene Musiker, die einen brauchbaren Nachwuchs heranbildeten und der Kapelle zu einem klangvollen Namen verhalfen.
Im Jahr 1948 befasste sich ein Proponentenkomitee unter dem Vorsitz des allseits bekannten Gast- und Landwirtes Ökonomierat Hugo Schlömmer mit der Gründung eines Musikvereines, dem neben ausübenden auch unterstützenden Mitglieder angehören sollten.
Der Verein erhielt seine behördliche Genehmigung, die Generalversammlung am 1. April 1950 leitete einen neuen Zeitabschnitt im Werdegang der Musikkapelle Kumitz ein.
Im Feber 1951 verstarb dann der nicht nur in seiner Umgebung bekannte Kapellmeister Leopold Seebacher, der sich durch seine musikalischen Werke selbst ein dauerndes Denkmal setzte. 

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