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MUSIKKAPELLE KUMITZ

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Seine Nachfolge trat der damals junge Müllermeister Herbert Seebacher aus Obersdorf, ein Verwandter des Komponisten, an. Wie sein Vorgänger musikalisch hochbegabt, komponierte auch er eine Festmesse und für das 90jährige Gründungsjubiläum der Kapelle einen Jubiläumsmarsch. 
Die Feierlichkeiten zur Wiederkehr des Gründungstages fanden am 14. Juni 1953 statt, nachdem man dazu bereits im Herbst 1952 mit den Vorarbeiten begonnen hatte.
Das "Cäcilienkränzchen", am 16. November dieses Jahres abgehalten, stand unter dem Motto "Wir brauch'n a Hos'n, an Rock und an Huat, um die Spendenfreudigkeit der Bewohner für eine Einkleidung anzueifern. Dank der Gebefreudigkeit der Bevölkerung gelang es tatsächlich, die 30 Mitglieder der Kapelle erstmals mit einem Steireranzug aus grauem Loden, versehen mit den Musikemblemen, und Hut einheitlich auszustatten.
Beim zuvor erwähnten Gründungsfest rückte die Musikkapelle erstmals in ihrer geschmackvollen Tracht aus.

Im Mai 1955 übernahm Alois Seebacher, der Bruder Leopolds, die Führung der Musikkapelle. Wie von einem Seebacher nicht anders zu erwarten, war seine Tätigkeit äußerst erfolgreich. Alois Seebacher wurde für seine Verdienste um die Musikkapelle Maria Kumitz besonders geehrt.
Ihm wurde im August 1963 die Urkunde zur Ernennung zum Ehrenkapellmeister und ein Erinnerungsgeschenk seiner Musiker überreicht.

Im Frühjahr 1963 übernahm abermals Herbert Seebacher die Kapellmeisterstelle. In diesem Jahr beging die Musikkapelle Maria Kumitz auch ihr 100jähriges Bestandsjubiläum. Dieses war der Anlass für eine Neueinkleidung. Mit Unterstützung der Gemeinden Pichl, Bad Mitterndorf und der Bevölkerung konnten für die 32 Musiker neue Steireranzüge aus dunklem Kammgarn angekauft werden. Zum Jubelfest erschienen 10 Gastkapellen aus dem Ausseerland, dem Ennstal und dem benachbarten Oberösterreich.
Eine besondere Ehrung erfuhr bei diesem Fest Stabführer Franz Schmied volgo Donnel aus Knoppen für seine 70jährige aktive Musikertätigkeit. Er erhielt eine von Hubert Huber aus Bad Mitterndorf künstlerisch gestaltete Ehrenurkunde. Außerdem wurde er zum Stabführer auf Lebenszeit bestellt.
Dem chronistischen Ablauf vorweggenommen, verstarb dieser beliebte Musiker im April 1970. Seine 75 Jahre währende aktive Musikertätigkeit bezeugt wohl eindeutig seinen wahren Idealismus.

Im Jahr 1965 erhielt die Musikkapelle in der baulich neu gestalteten Volksschule in Knoppen ein allen Anforderungen entsprechendes Probenlokal, wofür der Gemeinde Pichl unter dem damaligen Bürgermeister, Emil Haim, großer Dank zu zollen ist.

Am 1. April 1967 wurde der Bäckermeister Hans Schlömmer aus Obersdorf mit der Führung der Musikkapelle betraut. Voll Tatkraft und mit ebensoviel Idealismus übernahm der begabte junge Musiker sein verantwortungsvolles Amt.
Sein anfängliches Bemühen galt die Musik mit Instrumenten der Normalstimmung auszurüsten. Dies gelang dank der Unterstützung der gesamten Pfarrbewohnerschaft von Maria Kumitz und dank der guten Beziehungen des tatenfreudigen Bürgermeisters der Gemeinde Pichl, Emil Adler, bereits im Jahr 1968.
Hans Schlömmer, nicht nur ein guter Kapellmeister, sondern auch ein vorzüglicher Menschenführer hat in den Jahren seiner Tätigkeit die Musikkapelle Kumitz zu einem angesehenen Klangkörper emporgeführt.

Nach dessen 28jähriger Tätigkeit als Kapellmeister übernahm der junge Klarinettist Ewald Strimitzer den Taktstock und leitet seit dem Jahre ...... die musikalischen Geschicke der Musikkapelle

Neben dem großen Klangkörper erscheint es wichtig, auch den im Umfang kleineren Musiziergruppen und den Gesangsvereinigungen zu danken, denn ihrem Wirken darf die gleiche Bedeutung im Dienst der Allgemeinheit zugemessen werden. Gerade die kleineren Instrumentalgruppen können für sich in Anspruch nehmen, der Pflege der Volksmusik und des Volksliedes die nötige Bedeutung beizumessen.

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